
Noch nie wie zuvor hier auf der Erde lösen sich gerade sogar langjährige Beziehungen, auch Ehen, aber auch viele Freundschaften auf. Doch hier soll es heute nicht um Freundschaften sondern um Liebesbeziehungen gehen.
So haben doch unsere Eltern, Großeltern und auch die Ahnen zuvor ein Beziehungsmuster hier auf der Erde kultiviert, das uns nun als Vorlage für unser eigenes „Versagen“ dienen soll. Dass dieses Modell aber gerade beginnt auseinanderzufallen, weil es einfach nicht mehr zeitgemäß ist, ist die andere Seite der Geschichte.
Früher blieb man einfach zusammen – egal, ob man sich noch liebte oder nicht. Der Kinder wegen, aus Angst, alleine nicht klarzukommen, oder sogar aus Angst vor Bestrafung, wie es in früheren Zeiten üblich war. Ehebruch und das Beenden einer Ehe waren – und werden teilweise noch immer – wie eine Todsünde behandelt. So steht es ja auch in den Zehn Geboten geschrieben. Nun ja, diejenigen, die diese damals aufstellten, waren definitiv nicht gottverbunden, sondern verfolgten eine andere, dunkle Agenda. Denn so etwas wie eine Verpflichtung, mit jemandem zusammenzubleiben, nur weil es „Gott so will“, gibt es nicht. Das ist eine verdrehte Darstellung des Göttlichen – erfüllte jedoch ihren Zweck. Denn ein Mensch, der sich entscheidet, lieber in einem Gefängnis zu bleiben, anstatt seine Flügel auszubreiten, ist eine gute Energiequelle für andere und stellt keine Gefahr dar, dass sich hier auf der Erde etwas verändert.
Meist waren es Frauen, die in Beziehungen blieben, weil sie selbst gar keine Rechte hatten. Dass das Weibliche hier auf der Erde schwer beschädigt und erniedrigt wurde, ist eine Tatsache. Gerade Frauen hatten – und in anderen Kulturen wird das bis heute so gelebt – oft gar keine Möglichkeit, eine Beziehung oder Ehe zu verlassen.
Heute sieht das zum Glück schon oft ganz anders aus, und trotzdem tun sich immer noch unglaublich viele Menschen schwer damit, totgelaufene und ungesunde Beziehungen zu verlassen. Diejenigen, die es gerade tun, erleben einen Befreiungsschlag und fangen an, sich selbst wieder zu spüren, an sich zu arbeiten und zu wachsen.
Ich möchte dich gern mitnehmen in eine Zeit, die noch in der Zukunft liegt, aber doch schon einmal auf der Erde gelebt wurde. Du wirst jetzt sicher sagen: „Jetzt kommt sie wieder mit ihrem Atlantis-Thema.“ Und ja – hier lebten wir das. Und ehrlich gesagt wird es von sehr vielen Sternenvölkern genauso gehandhabt. Nur hier auf der Erde ist es etwas anders.
Beziehungen sind Seelenabsprachen. Und es ist vollkommen egal, welche Art von Beziehung es ist. In Esoterikkreisen wird ja alles gern in eine konzeptionelle Form gebracht. Schon allein das ist eine absolute Begrenzung, denn es gibt eine unglaubliche Vielfalt von Beziehungen: wie sie gelebt werden, welchen Zweck sie verfolgen. Begriffe wie Zwillingsseele, Dualseele, Twin, karmische Partnerschaft und was es sonst noch alles gibt, öffnen Schubladen, in die man dann hineinpassen soll. Ich mag Schubladen nicht. Das Leben ist bunt, vielfältig und lässt sich nicht in Konzepte pressen.
Nun aber zurück zu den Beziehungen, wie sie in Atlantis, im Universum und in der zukünftigen Erde gelebt wurden und werden.
Jede Beziehung entsteht – wie bereits geschrieben – durch eine Seelenvereinbarung, die lange vor der Geburt beschlossen wurde. In deinem Seelenplan legst du fest, wer zu welchem Zweck in dein Leben kommt und welche Themen ihr gemeinsam bearbeiten wollt.
Mein Resümee aus 20 Jahren Arbeit mit Klienten – und natürlich aus meiner eigenen Erfahrung – ergibt folgendes Bild:
Alle Menschen sind auf der Suche nach der perfekten Partnerschaft. Diese soll möglichst ein Leben lang halten, von absoluter Harmonie getragen sein, und der andere soll all das ergänzen, was mir fehlt. Viele haben sogar nur ein einziges Ziel im Leben: DEN Partner zu finden. Das ist eine Karotte, der man hinterherläuft – aber die man selten erreicht.
Natürlich kenne ich diese Sehnsucht nach einem Partner und die Suche im Außen, weil man spürt, dass einem etwas fehlt. Ich selbst bin durch viele verschiedene Partnerschaften gegangen und habe mich in jeder stark weiterentwickelt – aber nur, weil mir bewusst war, dass das, was mir der andere nicht gibt oder nicht geben kann, nur in mir selbst zu finden ist. Ich habe es in mir gefunden, und irgendwann hörte diese Sehnsucht auf. Partnerschaft ist für mich nicht mehr das oberste Ziel meines Lebens. Das war sie einmal – heute nicht mehr. Ich laufe dieser Karotte nicht mehr hinterher, weil ich gefunden habe, was ich gesucht habe: mich selbst.
Eine Partnerschaft soll nicht dazu dienen, dich zu ergänzen, sondern sie soll dir zeigen, wo du noch unvollständig bist.
Das Geschenk jeder Beziehung ist die Möglichkeit zu reifen, zu wachsen und deine fehlenden Anteile zurückzuholen. Deine Sehnsucht nach der „perfekten Partnerschaft“ zeigt dir, wo du in dir selbst noch unvollständig bist.
Es gibt eine einzige Ausnahme: die Beziehung mit deiner anderen Hälfte – also mit dir selbst (Hier kannst du mehr zu dieser speziellen Seelenverabredung lesen: Zwillingsseelen – Sehnsucht nach Vollkommenheit). Alle anderen Partnerschaften gehst du mit anderen Seelen ein. Manchmal sind es Seelengeschwister, die dich seit Urzeiten begleiten, manchmal ferne Verwandte, mit denen Entwicklung möglich ist. Aber keine Beziehung verfolgt den Zweck, die romantische Illusion zu leben, die uns Filme und Serien verkaufen: „Und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage.“ Es tut mir leid, hier wieder dazwischenzugehen, aber alles, was nicht wahrhaftig ist, darf nun sichtbar werden. Romantik und ewig perfekte Liebe sind eher Stoff für kitschige Liebesfilme.
Bevor du jetzt aufhörst zu lesen, weil das nicht deiner Vorstellung entspricht, möchte ich dir die angekündigte Zukunft zeigen.
Da der Mensch hier auf der Erde noch immer von seiner göttlichen Herkunft getrennt lebt, hat er selten bewussten Zugriff auf seinen Seelenplan. Dort sind jedoch alle Verabredungen mit anderen Seelen festgehalten. Ich lese diese Pläne – und deshalb sehe ich oft, ob eine Beziehung weitergeht oder endet.
In Zukunft werden Menschen wieder in der Lage sein, ihre Pläne selbst zu lesen. Sie werden wissen, dass man sich in Liebe lösen darf, wenn alle Punkte einer Vereinbarung erfüllt sind – ohne Groll, Rosenkrieg oder Hass.
So wurde es in Atlantis gelebt, so leben es andere Sternenvölker, und so wird es in Zukunft auch auf der Erde sein.
Diese Vereinbarungen sind so vielfältig wie das Leben selbst. Deshalb lassen sie sich nicht in starre Konzepte pressen.
Manchmal verabreden sich Seelen, ein gemeinsames Trauma aus früheren Leben zu heilen. Manchmal geht es darum, ein gemeinsames Kind zu bekommen. In sogenannten Dualseelenbeziehungen wird oft ein Pol geheilt, den der andere spiegelt. Manche helfen sich, Kindheitsthemen, Vater- oder Mutterthemen zu heilen oder verlorene Seelenaspekte wie Geborgenheit, Freude, Würde oder Leichtigkeit zurückzuholen. Doch jede Partnerschaft hat ein Ziel – und dieses Ziel ist nicht die perfekte romantische Beziehung, sondern Entwickung, Wachstum und Entfaltung!
Dein Partner ist immer dein Spiegel. Wenn du hinschaust, annimmst und heilst, was du dort siehst, entwickelst du dich so rasant weiter, dass du irgendwann vollständig bei dir ankommst. Dann kannst du eine Partnerschaft leben, die auf Freiheit, Verständnis und tiefer Verbundenheit basiert. Das ist möglich – aber bis dahin gibt es noch viel zu heilen.
Wichtig ist, dass du die perfekte Partnerschaft nicht als Allheilmittel siehst. Jede Beziehung hilft dir, heil zu werden – auch wenn sie kurz war oder nicht deinen Vorstellungen entsprochen hat.
Und nun zur Schuld.
Wenn eine Beziehung endet, endet ein Seelenvertrag. Wie kann daran jemand Schuld haben – selbst dann nicht, wenn ein anderer Mensch ins Spiel kommt? Auch das sogenannte Fremdgehen ist Teil einer Vereinbarung. Nichts geschieht ohne Zustimmung auf Seelenebene. Aus göttlicher Sicht gibt es keine Schuld, sondern nur Verantwortung. Verantwortung heißt hinzuschauen: Was ist mein Anteil? Was möchte geheilt, integriert, zurückgeführt werden?
Wenn du gerade vor der Entscheidung stehst, eine Beziehung zu beenden, und die Angst vor Schuld anklopft, schick sie weg. Es ist deine Bestimmung, die anklopft.
Wenn du spürst, dass sich alles totgelaufen hat, die Liebe verschwunden ist und du dich eingesperrt fühlst, dann stelle dir folgende Fragen:
Was hält mich noch?
Welchen Preis zahle ich, wenn ich bleibe?
Ist dieser Preis es wert?
Und zum Schluss noch eines:
Nein, ich habe kein Problem mit Liebe oder Romantik. Aber ich habe einen Blick von oben und kenne das „Warum“. Die Hollywood-Liebesgeschichte ist eine Illusion. Jede Beziehung braucht Raum zur Entwicklung – und manchmal endet sie. Dieses Ende hat niemand „verschuldet“.
Bildquelle: Adobe Stock | Pixel-Shot

